Neubau: Investition in die Zukunft

Im März 2020 hat die Claus Groth GmbH mit der Errichtung eines Firmengebäudes in Vlotho-Wehrendorf im Kreis Herford begonnen. Der Umzug ist im 1. Quartal dieses Jahres erfolgt. Jens Strate erläutert, welche Möglichkeiten und Chancen der neue Standort bietet.

Das Unternehmen Claus Groth ist seit mehr als sechs Jahrzehnten im lippischen Kalletal ansässig. Was hat Sie dazu bewogen, den Firmensitz in die etwa 9 Kilometer Nachbargemeinde Vlotho-Wehrendorf zu verlegen?
Das 1968 am Schürenbreder Weg in Kalletal-Hohenhausen errichtete Firmengebäude ist bereits mehrfach durch Anbauten erweitert worden. Dennoch stand bereits seit langem fest, dass eine weitere Expansion nötig sein würde, um das Unternehmen gut für die Zukunft aufstellen zu können. Aus diesem Grund haben wir schon im Jahr 2003 ein etwa 15.000 Quadratmeter großes Grundstück in einem Industriegebiet in Vlotho-Wehrendorf erworben. Zwischenzeitlich hatten wir allerdings immer wieder die Hoff nung, dass eine Erweiterung an unserem langjährigen Standort in Kalletal möglich sein würde. Als sich dann leider abzeichnete, dass dies nicht der Fall sein wird, haben wir 2018 mit der Planung eines Neubaus in Vlotho begonnen. Hinzu kam, dass wir zur Erfüllung der Brandschutzauflagen in unserem Firmengebäude in Kalletal bauliche Maßnahmen vornehmen müssten, für die wir aber keine Genehmigung bekommen hätten, weil wir uns in einem Wohngebiet befinden. Ein Umzug war also unausweichlich – auch wenn wir gern in Kalletal geblieben wären.

Wie groß wird der Neubau sein?
An dem neuen Standort entsteht ein rund 2.700 Quadratmeter großes Firmengebäude. Neben Produktions- und Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von 2.200 Quadratmetern errichten wir ein 500 Quadratmeter großes Verwaltungsgebäude. Damit steht uns künftig das 1,5 fache der bisherigen Fläche zur Verfügung. Allein die Fläche für den Werkzeugbau wird sich annähernd verdoppeln.

Damit schaffen wir die Voraussetzungen für Zukunftsthemen wie etwa den 3D-Druck.
Für just-in-time-Belieferungen unserer Kunden haben wir in Vlotho zudem eine größere Lagerfläche. Und aufgrund der deutlich erweiterten Höhe und Breite der neuen Hallen ist auch der Einsatz von größeren Maschinen möglich. Durch den Umzug nach Vlotho sind wir also in der Lage, nicht nur räumlich zu expandieren, sondern auch unsere Technologien weiterzuentwickeln und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Welche Rolle hat der Umweltschutz bei der Planung und Errichtung des Neubaus gespielt?
Es war uns sehr wichtig, auch in Sachen Umweltschutz mit gutem Beispiel voranzugehen und hier hohe Maßstäbe zu setzen. Die Produktionshalle und das Verwaltungsgebäude werden mit einem effizienten Wärmedämmverbundsystem versehen, und es kommt eine moderne, CO2-sparende Heizungsanlage mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz.
Für das anfallende Regenwasser wurde ein Nutzungskonzept entwickelt. Die Kühlanlagen arbeiten mit dem natürlichen Kältemittel Propan und mit einer ressourcenschonenden Freikühlung, bei der das Wasser über einen Lüfter heruntergekühlt wird, ohne dass dabei Energie verbraucht wird. Da wir uns für eine solche zukunftsweisende Kühlanlage entschieden haben, konnten wir auch eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Anspruch nehmen.

Welche weiteren Vorteile bietet der neue Standort für das Unternehmen Claus Groth?
Das Industriegebiet in Vlotho-Wehrendorf hat eine gute Anbindung an die Autobahnen A2 und A30. Außerdem stehen uns hier nach dem Neubau noch ausreichende Flächen zur Verfügung, um auch in Zukunft weiter expandieren zu können.

Dieser Artikel ist in unserem Kundenmagazin KUNSTleseSTOFF erschienen.
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